Tandem Paris-Berlin: Kurzfilm Paris-Berlin
Kurzfilm-Projekt „Paris-Berlin“ vom 11.-16. Oktober in Paris und vom 25.-29. Oktober in Berlin
Mit einem 20-30minütigen Kurzfilm sollte die Vielfalt der Jugend- und Fachkräfteaustausche zwischen den Partnerstädten Paris und Berlin im Jugendbereich dokumentiert werden. Dabei sollten die Jugendlichen vor und hinter der Kamera spielerisch fiktiv wie auch dokumentarisch ihre Erfahrungen aus der Begegnung mit der jeweils anderen Kultur herausarbeiten. Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung stellte dafür die zusätzlichen finanziellen Mittel zur Verfügung. Folglich wurden zwei Drehwochen in jeder Stadt eine- eingeplant, um alle Akteure dieses interkulturellen Projekts kennen zu lernen: die jungen Teilnehmer, die verschiedenen soziokulturellen Organisationen und deren Fachleute. Die Realisierung dieses Kurzfilms war verbunden mit einem Jugendaustausch; so begleiteten zwei Berlinerinnen den Austausch in Paris. Ihre Aufgabe war, die Grundstruktur des Projektes vorzustellen und die Interviews zu führen. Diese Rolle wurde dann in Berlin entsprechend von zwei jungen Franzosen übernommen.
Die professionelle Filmcrew, bestehend aus Antje Engelmann und Anna Lozano Gil, traf sich Montag, den 11. Oktober, mit den zwei jungen Berlinerinnen und zwei Begleitern vom Centre Français am Flughafen Tegel für die Abreise nach Paris. Aufgrund des Generalstreiks in Frankreich erreichten sie am Ende des Nachmittags verspätet die Hauptstadt und widmeten den restlichen Tag der Erkundung der Umgebung des Hotels und des 20. Arrondissements.
Der Dienstag war durch Treffen mit zwei Partnern des CFBs und Dreharbeiten in verschiedenen Bezirken von Paris, vor allem im 18. Bezirk, geprägt. Michel Defremont, der Leiter des Jugendberatungshauses von Gennevilliers, und Fouzia Bendelhoum, Mitarbeiterin und Projektleiterin auf französischer Seite des Austausches zur beruflichen Orientierung und Integration, der vom 15. bis 28. März in Berlin und Paris stattfand, waren unter den ersten, die auf die Fragen unserer jungen Interviewerinnen antworteten. Sie erläuterten auf der Grundlage ihrer Erfahrungen, welche Motivationen, Beiträge und Anekdoten mit einem solchen interkulturellen Austausch verbunden sind. Zwei junge Teilnehmer an oben genanntem Projekt haben dann das Wort ergriffen; die Ausstellung, die nun im Anschluss an den Austausch die Wände des Jugendarbeitsamtes schmückt, diente als Hintergrund. Aufnahmen in den touristischen Zentren von Paris, z.B. in Montmartre und am Sacré Coeur, gingen dem Treffen mit dem Jugendverein „Accueil Laghouat“ voraus. Dort berichteten Nicolas und die anderen Jugendlichen, die an dem Austausch zur Integration und Chancengleichheit teilgenommen hatten, von ihren Eindrücken und Erfahrungen sowie über die Unterschiede zwischen der deutschen und der französischen Kultur und betonten, dass sie zu manchen ihrer Kollegen in Berlin den Kontakt gehalten hätten.
Zum Programm von Mittwoch gehörten: Besuch des Boulevard Barbès, des Eiffelturms und anderer Orte, die von der Regisseurin Antje Engelmann als Grundlage des Kurzfilms ausgewählt worden waren. In diesen kurzen Szenen präsentierten die jungen Berlinerinnen den Ort, an dem sie sich gerade befanden und die Orte, die sie noch besuchen wollten, die dann den roten Faden für den Dokumentarfilm bilden sollten. Am Ende des Nachmittages begab sich die Gruppe in die Räumlichkeiten der Tanzgruppe „Compagnie Résonances“, die im August 2010 an einem Tanzaustausch teilgenommen hatte. Ein herzlicher Empfang erwartete die Gruppe - ebenso ein Diavortrag, der noch einmal einen Rückblick auf den Austausch anstellte, die Live-Choreographie, die in Berlin gezeigt worden war, und ein Buffet. Die Gruppe der jungen Tänzer, die an dem Austausch teilgenommen hatte, sowie Sophie Dépigny, die kulturelle Mediatorin, haben mit viel Humor auf die Fragen zu ihrer Begegnung mit den anderen jungen Berlinern geantwortet und einen sehr lebhaften Einblick in ihre Erfahrung vermittelt.
Am Donnerstag, 14. Oktober, wurden verschiedene Szenen in Paris, z.B. am Louvre und in der Umgebung des Rathauses, gedreht. Am späten Nachmittag fand ein Treffen mit den Mitgliedern des Jugendrats, die von verschiedenen Bezirksjugendräten kamen, statt. Im Rahmen eines Austausches der Pariser und Berliner Jugendräte hatte man sich im Oktober 2009 getroffen, um Themen wie Partizipation, Staatsbürgerschaft oder das Engagement der Jugend in der Gesellschaft zu diskutieren. Die jungen Pariser Teilnehmer haben vor laufender Kamera die Rolle und die Aktivitäten des Jugendrats erläutert sowie erklärt, auf welche Weise sie den Austausch mit dem Berliner Jugendrat bereichernd fanden. Die Diskussion wurde dann bei einem Buffet fortgesetzt, das in den Räumen des Pariser Rathauses speziell für die kleine Gruppe aufgebaut worden war.
Der letzte Drehtag in Paris fand am Freitag statt. Nach einer Führung durch das Pariser Rathaus traf sich die Gruppe mit Pierre Schapira, dem stellvertretenden Bürgermeister für internationale Beziehungen und Frankophonie. Er präsentierte die vielfältigen Austauschprogramme zwischen Paris und Berlin und gab zahlreiche Informationen zur Kooperation der zwei Hauptstädte, sowohl aus historischer wie auch politischer Sicht. Schließlich öffnete das „Centre de Solidarité Angèle Mercier“ im 20. Bezirk, das seit drei Jahren ein Partner des CFBs in der Organisation von Musikaustauschen für Jugendliche ist, der Filmcrew seine Türen. Es wurde eine kurze Jam-Session der Amateur-Musikgruppe „Lucid Dream“ gefilmt, die im Juli an einer Musiktournée in Berlin und Umgebung teilgenommen hatte. Dann begann das Interview, bei dem auch Mitarbeiter und Begleiter des Centre Angèle Mercier, die verschiedene Projekte betreut hatten, anwesend waren. Die jungen Musiker haben die Chance genutzt, um ihren Freunden von der Berliner Tour eine Nachricht zu hinterlassen. Diese ereignisreiche Woche wurde mit einem Besuch des „Batofar“ abgeschlossen; dorthin war die ganze Gruppe eingeladen worden, in Anknüpfung an die Organisation eines Kunstprojekts durch diesen Verein in Zusammenarbeit mit dem Centre Français de Berlin.
Die Woche vom 25. bis 29. Oktober in Berlin
Die Dreharbeiten wurden nach Ankunft der Franzosen am 25. Oktober in Berlin fortgesetzt. Die zwei jungen Pariser sind, in Begleitung von Xavier Aubry, Koordinator des Jugendrates des 18. Pariser Bezirkes, mit der Teilnahme an der 10jährigen Jubiläumsfeier des Voltaire-Programms im Admiralspalast sofort zum Kern des Projektes zurückgekehrt. Die Hip-Hop Tanzgruppe von „Streetdance Connection“, die an dem Austausch für junge Tänzer im März 2010 teilgenommen hatte, trug die Früchte ihrer Arbeit auf der Bühne, und auch vor der Kamera, vor. Die Gruppe verabredete sich für den folgenden Vormittag im Bezirk Schöneberg, dem Kiez einer der jungen Berlinerinnen. Dort begleitete Özlem die zwei jungen Franzosen mit der Filmkamera und zeigte ihnen ihren Stadtteil.
Die Gruppe begab sich sodann zum Alexanderplatz, um verschiedene Ecken Berlins zu filmen, und traf sich danach mit Claude Zinke, Staats-sekretärin für Jugend, Bildung und Familie. Dieses Treffen fand in zwei Teilen statt. Zuerst beantwortete Frau Zinke Fragen der jungen Pariser Interviewerin und lieferte Informa-tionen zur Partnerschaft der Städte Paris und Berlin; dabei verwies sie auf die Vorteile eines solchen inter-kulturellen Treffens für die jungen Leute. Im zweiten Teil unterschrieb sie das Jugendabkommen Paris-Berlin vor laufender Kamera. Nach dem Mittagessen in der Nähe des bekannten Fernsehturms hatte die Gruppe die Gelegenheit, im Innern des Berliner Rathauses einige Aufnahmen zu machen.
Der Drehtag nahm mit dem Treffen der Jugendräte mit der Leiterin des „Café Pink“ sein Ende. Sie hatten sich zum ersten Mal im Oktober 2009 in Paris anlässlich eines Austausches mit dem Pariser Jugendrat getroffen. Trotz der Zeit, die seit dem Austausch vergangen war, kamen ihr Enthusiasmus und die Bereicherung, die dieses Projekt für sie dargestellt hatte, in ihren Antworten auf die verschiedenen Fragen deutlich zum Ausdruck. Nach dem Besuch im Café Pink und einem kurzen Vortrag zu dessen Aktivitäten stand den Franzosen der Abend zur freien Verfügung.
Den Mittwoch, 27. Oktober, verbrachte die Gruppe in Kreuzberg und Friedrichshain, vormittags über-wiegend an der East Side Gallery. Dort wurden Ivan Stevanovic und Thierno Thioune, zwei Hip-Hop Choreografen, die auch Austausche in diesem Bereich begleiten, interviewt. Danach begaben sich alle zum Jobcenter Friedrichshain-Kreuzberg, wo zwei Sozialarbeiterinnen des Trägers „Arbeit und Bildung“ und die Jugendlichen, die am Austausch zur beruflichen Orientierung und Inte-gration teilgenommen hatten, von ihren Erfahrungen und der Ergiebigkeit ihres zweiwöchigen Austausches mit Gennevilliers berichten konnten. Schließlich wurde der Tag im Werk 9, einer der Berliner Partner des Centre Français im musikalischen Bereich, abgeschlossen. Wie ihre Pariser Kollegen vom „Centre Angèle Mercier“ haben die Jugendlichen dort bei einer Jam-Session ihr musikalisches Talent zeigen können und von ihren Erfahrungen beim künstlerischen Austausch berichtet, im Laufe dessen sie im Jahre 2009 mit einer Pariser Musikgruppe eine Demoaufnahme gemacht haben.
Am Donnerstag, 28. Oktober, traf die Gruppe in der ufa-Fabrik - dem internationalen Kulturzentrum, das häufig die Jugendgruppen aus Frankreich vom CFB beherbergt den Leiter der „Terra Brasilis“, Manfred Spaniol, und die Leiterin von „Lernmobil“, Andrea Zaengl. Sie stellten vor laufender Kamera das Austauschprojekt „Bewegte Begegnung“ vor, bei dem eine Gruppe Jugendlicher, unter ihnen einige mit Behinderungen, zusammen eine Percussion-Vorstellung veranstaltet haben. Diese Vorstellung wurde an verschiedenen Orten aufgeführt, insbesondere vor dem Brandenburger Tor bei den Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Mauerfalls. Der letzte Berliner Partner, der seine Erfahrungen vorstellte, war die Einrichtung für junge Mädchen „Dünja“ aus dem Bezirk Berlin-Moabit. Die Mädchen, die an einem Austauschprojekt zu den Themen Identität und Integration junger Mädchen mit Migrationshintergrund teilgenommen hatten, trugen in Begleitung von Ola Smolinska ihre Erfahrungen vor.
Der allerletzte Drehtag fand im Künstlerhaus Bethanien in Kreuzberg statt, einem bei Künstlern beliebten Ort. Es bot sich die Gelegenheit, dort ein paar Szenen mit der Technik eines „green screen“ zu filmen, um dem Kurzfilm einige Spezialeffekte zu verleihen oder einfach manche Szenen zu Ende drehen zu können.
Aktuelles | Jobs, Praktika und Anzeigen | Das CFB | Team | Geschichte | Galerie | Club CFB | Wegbeschreibung | Vermittlungsbüro | Mobilitätshilfe | Trainings | Realschulprojekt | Praktikum im CFB | Frz. Praktikumsvertrag | Programm Voltaire | Häufig gestellte Fragen | Erfahrungsberichte | Bewerbung | Jugend- und Fachkräfteaustausch | Soziokulturelle Austausche | HipHop-Austausch | Kurzfilm Paris-Berlin | Partizipation | Integration und Chancengleichheit | Berufliche Orientierung und Integration | Sport | Kooperationsvertrag | Entimon | Hotel- und Tagungsbereich | Brasserie | Ab nach Frankreich | Paris-Berlin | Archiv (Download) | Partner und Links | Kontakt | Impressum