Tandem Paris-Berlin: Soziokulturelle Austausche
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HipHop-Tanzaustausch vom 26.10. bis 02.11.2009 in Berlin
Das Tanztheaterprojekt „GeoPolitIngration“ wurde in Zusammenarbeit mit der Berliner Gruppe „Streetdance Connection“ aus Neukölln, dem Pariser Träger „Les Gens de…“ und in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung vom 26.10. bis 02.11. in Berlin durchgeführt. Dabei gestalteten die insgesamt 17 Tänzer aus Berlin und Paris unter der Anleitung der Hauptchoreographen Hassan Akkouch, Thierno Thioune und Saidou Mustapha und Ivan Stevanovic zusammen eine Tanz-Choreographie, die am Ende zusammen mit einer Musikgruppe vorgeführt wurde.
Zunächst wurde in gemischten Arbeitsgruppen kleinere Choreografien (Routinen) eingearbeitet und durch das Hinzufügen von Tanzschritten jedes einzelnen Teilnehmers ergänzt. Darüber hinaus wurde am Vormittag mit den Sprachanimationsspielen begonnen, um das Kennenlernen untereinander zu fördern und das Interesse der Teilnehmer an die andere Kultur und Sprache zu fördern. Die am Austauschprojekt beteiligten Jugendlichen brachten dabei eine große Motivation und Kreativität mit, so dass in knapp fünf Arbeitstagen in den Räumen der „Alten Feuerwache“ eine Aufführung einstudiert werden konnte. Das Gesamtkonstrukt wurde in drei Szenen unterteilt: Gefängnis, Orientierungslosigkeit und Gemeinschaft, welche dann tanztechnisch widergespiegelt wurden.
Durch die integrierten Sprachanimationsspiele vor jeder Probe lernten die Teilnehmer auch, ihre Gefühlslage in der Theaterperformance in beiden Sprachen zu äußern. Eine Berliner Teilnehmerin war „fatiguée“, während ein Pariser „krank“ war. Auch die gemeinsamen „informellen“ Momente, z.B. dass von der Berliner Gruppe vorbereitete deutsche Abendessen, brachte neues Vokabular in die Runde.
Der Freitag startete dann mit einem Besuch bei der „East Side Gallery“, bevor es im Anschluss dann in das Jugendkulturzentrum Manege in Neukölln ging. Dort traf man auf eine Gruppe von kolumbianischen Musikern um den Künstler César Lopes, die eine umgebaute Kalaschnikow aus dem kolumbianischen Bürgerkrieg als Gitarre nutzen, um ihre Botschaft von Frieden und Völkerverständigung zu verbreiten. Diese Symbolik beeindruckte das anwesende Publikum.
Der Auftritt der Musiker ging über in eine Jam Session, bei der die gemischte Theatergruppe ihren Part aufführen konnte. Der Rapper, Gitarrist und die Cellisten wurden von den drei Trommlern der bekannten Gruppe „Culcha Candela“ begleitet. Das Feedback des Publikums in einem gut gefüllten Saal war sehr positiv und zeigte, dass die Inhalte der Szenen verstanden wurden.
Am Samstag und Sonntag konzentrierte man sich hauptsächlich auf die theoretische Arbeit und Vorbereitung der Tanzperformance, die in der Rückbegegnung in Paris fertig gestellt und aufgeführt werden soll. Der Besuch der Berliner Teilnehmer in Paris ist dabei vom 01.-07. März 2010 geplant.
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